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Mit der Veranstaltung „Aşık Veysel – Stimme des anatolischen Humanismus“ in Nürnberg im März 2018 begann die Idee für „Lavanthe“. Die Lieder von Aşık Veysel, dieses großartigen Barden aus Anatolien, sind vielen Menschen vertraut.
Das besondere an dieser Veranstaltung im März 2018 war nicht nur die Wiedergabe seiner Lieder mit Originaltexten und wie auch üblich auf der Bağlama begleitet, sondern auch die Rezitation der deutschen Übersetzung unmittelbar vor dem Gesang.

Im Oktober 2018 folgte dann der erste Auftritt der Gruppe in dieser Formation. Es wurden Lieder verschiedener Barden vorgetragen, wieder mit Rezitation in deutscher Sprache. Und zwar mit einer poetischen Übersetzung, deren Rezitation durch Anika Herbst, begleitet mit leiser Bağlama- Musik im Hintergrund, gespielt von Sadık Kırıcı, die Zuhörer genauso begeisterte, wie der berührende Gesang von Eylem Balaban. So folgten weitere Auftritte.

Das Repertoire von Lavanthe entstammt aus dem unerschöpflichen Schatz der Bardenliteratur. Die Bartentradition, die in der Türkei noch heute existiert, aktiv gelebt und auch fortentwickelt wird, geht bis in die Zeit des 13 Jahrhunderts zurück. So gehören Lieder von Yunus Emre (13./14. Jahrhundert) bis zu den heute lebenden aktiven Sängerinnen und Sängern zum Repertoire von Lavanthe.

In den Texten des über die Landesgrenzen hinaus bekannten Dichters Yunus Emre geht es um die Themen des Menschseins in all seinen Facetten: Liebe, Freundschaft, Gleichheit und Brüderlichkeit, Verbundenheit zur Natur u. v. m. Nicht anders ist es auch in den Texten der neueren Barden wie Aşık Veysel, wie z. B. in dem berühmten Lied „Kara Toprak“ (Schwarze Erde), in dem die Verbundenheit zur Natur, zur Erde zum Ausdruck kommt.

In den Darbietungen von Lavanthe finden sich Stimmungen und Gefühle der Bardenliteratur in wunderbarer Poesie ausgedrückt, ob ein inniges Liebeslied, Betrachtungen der Natur, traurige Klagelieder, fröhliche Lieder über die Lebensfreude und v. a. auch kurze und prägnante Lebensweisheiten. Neben Darbietungen der ursprünglichen Bardenliteratur wirkt Lavanthe auch auf interkulturellen Veranstaltungen mit.

Kontakt

Mail: info@lavanthe.de